Viele Unternehmen haben ChatGPT bereits lizenziert — und stellen fest, dass kaum jemand es produktiv nutzt. Das Problem ist selten die Technologie, sondern das Fehlen einer strukturierten Einführung.
Die typische Unternehmens-KI-Schulung sieht so aus: Ein externer Trainer hält 2 Stunden lang eine Präsentation über „KI-Grundlagen", zeigt ein paar Demo-Prompts, und das war's. Drei Wochen später nutzen die meisten Mitarbeiter ChatGPT genauso wie vorher: gar nicht oder für triviale Aufgaben.
Warum? Weil allgemeine Demos nicht auf echte Arbeitsrealitäten übertragbar sind.
1. Abteilungsspezifische Workshops Eine Buchhalterin braucht andere Prompts als ein Vertriebsmitarbeiter. Gute KI-Trainer entwickeln Use-Case-Sammlungen für konkrete Rollen — nicht für „das Unternehmen" allgemein.
2. Prompt-Bibliotheken als Ergebnis Am Ende einer Schulung sollte jede Abteilung eine dokumentierte Liste ihrer Top-10-Prompts haben. Diese Bibliothek ist das eigentliche Deliverable.
3. Wiederholung nach 4–6 Wochen Ein Follow-up-Workshop, in dem Teams ihre Erfahrungen teilen und Prompts verfeinern, verdoppelt die Nutzungsrate erfahrungsgemäß.
4. KI-Botschafter benennen In jedem Team sollte eine Person zum internen Ansprechpartner für KI-Fragen werden. Schulungen für diese „Champions" zahlen sich besonders aus.
Für einen halbtägigen Workshop (4–6 Stunden, bis 12 Personen) zahlen Sie bei qualifizierten Anbietern typischerweise 800–2.000 €. Firmenprogramme für mehrere Abteilungen liegen zwischen 3.000 und 8.000 € pro Tag.
Zu günstiger ist oft ein Zeichen mangelnder Vorbereitung. Ein guter Trainer investiert 3–5 Stunden Vorbereitungszeit pro Abteilung.